„Abenteuer Pretty Things“
Wir trafen uns in Dortmund, dort wurde nach einer herzlichen Begrüßung erst einmal eine Flasche Bier getrunken. Dann hörten wir alle möglichen und unmöglichen Platten und CD’s. Gegen 12.30 Uhr wurden wir von einem langhaarigen Zopfträger eingefangen und in den Wagen gesperrt. Es ging ab nach Nürnberg. Dort spielte eine Oldie-Band. Kurz hinter Unna fiel uns auf, daß im Norden wohl Urlaub ist. Überall nur rasenden Dänen. Die meisten vor oder neben uns. Etwa zwei Stunden nach Fahrtantritt, meinte der langhaarige Zofpträger: „Wenn ihr eine rauchen wollt, dreh ich das Fenster etwas runter.“ Er, rauchte nur ab 17.00 Uhr selbst. Ich qualme jeden Tag etwa drei Packungen!!! Es war die Hölle! Vor dem Konzert schon den ersten Entzug. Aber Pretty-Fans sind hart im Nehmen.
Der Entzug hatte sein Ende
Nach etwa fünf Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Nürnberg – die Stadt des „Hirsches.“ Nachdem wir unser Hotel besichtigt hatten, kam ich auf die Idee etwas in einem Biergarten zu trinken. Der langhaarige Zopfträger wollte sich etwas ausruhen und legte sich auf sein Bett. Wir machten uns auf den Weg, wir wollten ein Bier und vielleicht noch eine Haxe essen. Aber wohin?
Nur Fremde und altes Öl
Die ersten fünf Leute die wir trafen kamen aus Leipzig: Sie kannten sich natürlich nicht aus. Also machten wir uns auf den Weg auf der Suche nach Bier! Auf dem Weg zum Hirsch kamen wir an einer Dönerbude vorbei, das Fett in der Friteuse muß in etwa das Alter der Band gehabt haben, die am heutigen Abend hier spielen sollte. Also weiter, wo gibt es Bier? Wir kamen um eine Ecke und hörten die Oldieband schon von weitem. Es war ein geiles Gefühl die „Prettys“ bei Tage, wenn auch ohne Bier beim Üben zu beobachten. Bier gab es aber immer noch nicht! Wir hauten wieder ab und begaben uns auf eine endlose Road. Wo ist Bier?
Auf der Suche nach einem Biergarten
Mein Kumpel aus Dortmund hatte schon die ersten Beschimpfungen ausgestoßen, mir selbst rann der Schweiß in Strömen. Da sahen wir ein Schild. „Biergarten,“ stand auf der anderen Straßenseite geschrieben. Wir starten ungläubig auf das Schild, sollten wir es geschafft haben? Bier in Mengen und vielleicht noch eine Haxe! Der Dortmunder meinte nur: „Der Biergarten muß aus der Zeit stammen als die erste Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth gestartet ist. Wieder nichts!
Biertrinker und ein Kiffer
Wir machten uns auf den Rückweg. Im Hotel angekommen, stürzten wir uns auf den Bierautomaten. Rein damit! Wir hatten gerade die ersten zwölf Flaschen Bier im Kopf, als es klopfte. Der langhaarige Zopfträger trat ein und kippte sich sofort eine noch übrig geblieben Flasche Bier in den Kopf. „Dortmund“ und ich sahen uns an, wir verstanden die Welt nicht mehr. Der Kerl war total high. Von wegen „ich ruh mich nur etwas aus.“ Die Birne zugeknallt. Zwölf Flaschen Bier ist ja normal, aber „kiffen.“ Diese Scheiß Drogensüchtigen! Sie treten überall auf, jetzt schon bei Oldieveranstaltungen! Wir machten uns auf den Weg zum Konzert. Den „Kiffer“ nahmen wir in unsere Mitte. Aus Sicherheitsgründen! Wir kannten ja den Weg schon, wir waren ja auch nüchtern.
Um es kurz zu machen, dass Konzert war Super! „Zopf“ und mir war es etwas zu laut, aber „Dortmund“ meinte nur! „Ihr seit eben zu alt für so Konzerte. Habt ihr den auch die Klopperei vor der Bühne gesehen? Ganz wie früher!“ Nein, wir hatten keine Klopperei gesehen, wir wollten auch keine sehen. Wir hatten den wunderschönen alten Rockstücken gelauscht, wir genossen! Klopperei – so ein Scheiß!
Der Mettmanner