• na denn , wers braucht


    NEWS - Bob Dylan startet Deutschland-Tournee
    05.04.2007



    Donnerstag 5. April 2007, 10:55 Uhr --


    Hamburg (dpa) - Es ist ein besonderer Moment für seine Fans, als Bob Dylan am Mittwochabend in der Hamburger Color Line Arena beim Auftakt seiner aktuellen Deutschland-Tour zur Gitarre greift.


    In den vergangenen Jahren hatte er sich auf das Keyboard beschränkt - mit der Begründung, dass Finger und Rücken nicht mehr mitmachten. Entsprechend großen Jubel gibt es für sein Eröffnungsstück «Cat's In The Well», obwohl dieser fast vergessene Song aus den 80er Jahren ebenso wenig zu seinem Ruhm beigetragen haben dürfte wie seine Gitarrenkünste.


    Doch für Dylans Anhänger ist es schön zu sehen und zu hören, dass er mit seinen 65 Jahren nicht nur voller Energie singen und rocken, sondern sogar wieder Gitarre spielen kann; fragen sich doch bei jedem Auftritt viele seiner Anhänger, wie lange er die «Never Ending Tour» fortsetzen wird. «Ich weiß ja nicht, ob ich ihn noch mal zu sehen kriege», zweifelt eine Konzertbesucherin aus Hannover. «Darum habe ich mich über seine wunderbaren alten Stücke besonders gefreut.»


    Der Musiker ist gut bei Stimme und singt eindringlich. Sein Einsatz an der Gitarre macht Freude, doch die Mundharmonika nimmt er nur für wenige kurze Soli in die Hand. Vor allem mit seinen älteren, berühmten Stücken wie «Masters Of War», «Like A Rolling Stone» und «All Along The Watchtower» erntet er viel Applaus. Dylan selbst scheint mehr Spaß an den neuen Songs von seinem 2006 veröffentlichten Album «Modern Times» zu haben. Die sechs Stücke, die er daraus spielt und singt, werden die Glanzpunkte des Abends.


    Dylan und seine fünfköpfige Band verzichten auf jede Art von Show: Nach den ersten vier Stücken des zwei Stunden langen Konzerts zieht sich der kauzige Künstler hinter sein Keyboard zurück, wendet das unter einem Hut versteckte Gesicht ab und ignoriert sein Publikum mit gewohnter Beharrlichkeit - Pech vor allem für die Zuschauer auf den Rängen der rechten Seite, von wo sie nur den schmalen, gebeugten Rücken des berühmten Songschreibers sehen können.


    Nicht minder ungerührt bearbeiten Danny Freeman und Stu Kimball (Gitarre), Donnie Herron (Steel Gitarre und Geige), Tony Garnier (Bass) und George Recile (Schlagzeug) ihre Instrumente. Was dabei herauskommt, ist professionell heruntergespielte, aber streckenweise leidenschaftslose Musik. Vor allem bei rockigen Stücken verschwimmt die Musik zu einem akustischen Brei, in dem die einzelnen Instrumente untergehen.


    Störend wirkt auch die sterile Atmosphäre der Arena, wo zahllose Sicherheitskräfte durchs Publikum patrouillieren und misstrauisch darüber wachen, ob jemand etwas Verbotenes tut. Verboten ist fast alles. Als ein Paar es wagt, bei einem romantischen Stück Wunderkerzen anzuzünden, stürzen gleich zwei Aufpasser herbei, um die Funkensprüher auszutreten. Doch die Begeisterung der Dylan-Fangemeinde kann so etwas nicht schmälern. «Er wirkte wach, hat gut gesungen und hat etwas zu sagen», lautete das Fazit des Konzertbesuchers Tom Deluny aus Hamburg.


    Weitere Stationen: Düsseldorf (19. April), Stuttgart (20.), Frankfurt (21.), Mannheim (30.), Leipzig (2. Mai) und Berlin (3.).

  • NEWS - Bob Dylan stellt erstmals Gemälde aus - in Chemnitz
    08.08.2007



    Mittwoch 8. August 2007, 19:00 Uhr --


    Der US-Liedermacher Bob Dylan feiert im Oktober mit der ersten Ausstellung seiner Gemälde überhaupt eine Weltpremiere - in den Kunstsammlungen Chemnitz. Die Schau "The Drawn Blank Series" zeige mehr als 200 Werke, die sich an den in seinem Buch "Drawn Blank" erschienenen Zeichnungen und Skizzen orientierten, teilten die Kunstsammlungen am Mittwoch mit. Es handle sich um fotolithografische Übertragungen eigener Bildmotive auf Büttenpapier, denen Dylan mit Aquarell- und Gouachefarben "überraschend neue Variationen und Ausdrucksmöglichkeiten verlieh". Dylan habe die Werke speziell für die Chemnitzer Ausstellung geschaffen, hieß es weiter.

  • Quote

    Labisauger schrieb am 09.08.2007 16:07
    Das ist Blasphemie


    Gottloses Volk !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    MfG
    Michael


    Chemnitz: Familie gewinnt 500.000 Euro beim Mittwochslotto
    (09.08.2007 20:53)
    Allen gehts nicht schlecht!

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  • NEWS - Unbekannter Protestsong von Bob Dylan entdeckt
    04.10.2007



    Donnerstag 4. Oktober 2007, 14:20 Uhr --


    Stockholm (dpa) - In Stockholm ist nach 44 Jahren ein bisher unbekannter Protestsong von Bob Dylan (65) gegen die Atombombe aufgetaucht.


    Der 1973 von den USA nach Schweden umgezogene Musikproduzent Israel «Izzy» Goodman Young berichtete, dass er den von dem 22-jährigen Dylan mit Maschine und Hand geschriebenen Text für das Lied «Go Away You Bomb» schon 1983 beim Aufräumen seines Folk-Archives gefunden hatte. Er habe es dann fast 25 Jahre wieder liegen gelassen. «Das war ein saublöder Fehler, denn es ist ein saugutes Lied», sage Young.


    In dem Lied protestiert Dylan in ätzend sarkastischem Ton gegen die Atombombe. Young hatte 1961 das erste Konzert des gerade berühmt werdenden Dylan in der New Yorker Carnegie Hall produziert und den Sänger um einen Beitrag für eine Antiatom-Anthologie gebeten, aus der dann nichts wurde. Den letzten, direkt an das Weiße Haus gerichteten und in Großbuchstaben getippten Ausruf «DIG YOURSELVE'S» des zornigen jungen Poeten erklärt der inzwischen 79-jährige Young als «Ausdruck aus den Fünzigern: "Los, nun zeigt mal, was ihr wirklich wollt", will er damit sagen».


    Dylan, der sich mit seinem früheren Produzenten heute bei Konzerten in Stockholm weiterhin trifft, hat die Echtheit des Manuskriptes bestätigt, kann sich aber weder an den Text noch die Entstehungsgeschichte erinnern. «Er und seine Leute haben mir alle Rechte an dem Lied überlassen, ich kann damit machen, was ich will», berichtete der Betreiber eines kleinen Folklore-Centers im Stockholmer Stadtteil Söder. Dylan verkaufe seine Musik inzwischen aufgeteilt in Marktsegmente, etwa für Frauen, für Kunden einer bestimmten Kaffeekette oder für junge Leute. «Da ist ihm so ein einzelnes altes Lied egal.»


    Young will seinen von «Dylan-Experten» als sensationell eingestuften Fund entgegen dem Rat diverser Freunde nicht im Internet versteigern, sondern einfach an seine Tochter weitergeben. «Freiheit ist wichtiger als Geld», sagt er. Erst mal liegt ihm vor allem an der schnellen Verbreitung des Textes, den er «fucking good» findet, und den die Stockholmer Zeitung: «Dagens Nyheter» auch in ihrer Internetausgabe komplett abgedruckt hat: «Damit ist er ja in ein paar Stunden um die Welt. In der "New York Times" wäre es natürlich noch ein paar Stunden schneller gegangen.»