• …habe ich was erlebt…Bin immer noch ziemlich sprachlos und muss mich irgendwie wieder "ausrichten". Denn gestern war ein Abend mit sehr vielen Emotionen.


    Ich sage nur : Brian May ! Er hat mich schon immer mit seinem Stil Gitarre zu spielen, seinem Sound und seiner unglaublichen Liebenswürdigkeit überwältigt. Ich gehöre leider auch zu den Menschen, welche die Originalbesetzung nicht gesehen haben. Darüber möchte ich mich nicht weiter auslassen. Und auch nicht ob Queen ohne ihren Originalsänger noch Queen sinc etc. Das ist mir egal! Ich habe Queen mit zwei verschiedenen Sängern gesehen. Mit Paul Rogers, welcher für mich einer der besten Sänger aller Rockmusik-Zeiten ist. Und mit Adam Lambert, der ein fantastischer, kraftvoller Sänger ist und einen eigenen Stil hat. Mir persönlich singt er oft zu hoch und gefällt mir viel besser in der tieferen Lagen. Aber er ist ja noch jung.


    Welches Line-Up mir nun besser gefiel oder nicht, steht für mich nicht zur Debatte. Denn es gibt immer noch Brian May ! Ihn habe ich insgesamt vier Mal live erleben dürfen. Zweimal wie oben schon erwähnt und zweimal beim Montreux Jazz-Festival. Mit seiner Solo-Band und den Abend vorher als Special Guest bei Larry Carlton uns Steve Lukather. Und IMMER hat er mich einfach sprachlos gemacht und emotional tief berührt. Sein Sound, sein Stil... er spielt nicht Gitarre.... er singt sie. Und das war gestern Abend auch so. Seine Intensität und Musikalität war zum nieder knien. Dazu kam der überraschende gute und klare Sound in der ansonsten unterirdischen Akustikhölle Hallenstadion.


    Die Light- und Bühnenshow war konzeptionell grosse Kunst. Von kitschigem 70's Licht inkl. Diskokugel bis hin zu 80's Laser-Show bis hin zu aktuellen Vari-Lights und Video-Screens, wurde alles geboten, was ich mir von so einem Konzert Wünsche. Roger Taylor ist immer noch ein ausserordentlicher Drummer ( sein Sohn auch! ) dem man sein Alter hier nicht anmerkt. Wenn er singt schon. Dennoch fand ich seine Gesangsleistung super gut und angenehm als Abwechslung gegenüber Mr. Lambert. Taylors Stimme ist genau so viel Queen wie Freddies oder Brians.


    Habe ich schon Brian May erwähnt?? Ja.... sein Gitarren-Solo war zu lang! War es gut? Ja! Weil er darf das! Gegenüber anderen "Gitarrenhelden", welche nicht wissen wann sie ihren Spielstil dem Alter anpassen müssen ( Slash in Basel z.B. ), geht er mit einem Stil an die Sache ran, wie es nur ein englischer Gentleman kann. Und genau das ist er. Wie Roger Taylor auch. Ihnen merkt man an, das sie Stil haben und nicht nur wenn sie Musik machen.


    War das für mich gestern nun ein Queen-Konzert? Nein! War es für mich ein wundervoller Abend? Ja! Weil es war einfach wunderschön. Die altbekannten Songs, der Sound, das Licht, das Gefühl wieder jung zu sein und herum zu tanzen. Es war einin Abend mit einer grossartigen Band. Und zwei wunderbaren Musikern, die mich mein Leben lang begleitet haben. Das habe ich einfach nur genossen.


    Zum Publikum und ob oder wie es mitging möchte ich nichts sagen... Ist mir egal weil...... habe ich schon Brian May erwähnt ? ;)

    There are only two kinds of music:
    Rock AND Roll

  • Randy > Wundervoller Beitrag - da macht das lesen Freude !


    Besonders im letzten Absatz des Beitrages, drückst Du das aus, was eigentlich zählt im Leben.


    Mehr davon :thumbup:

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    » Alle Tage sind zwar gleich lang, aber unterschiedlich breit . «
    ( Wolfgang Neuss )

  • DANKE Randy! Hab gerade wieder feuchte Augen. Danke, dass du Brian May erwähnst!
    Bei mir ist es leider schon ein paar Tage her, aber ich bin längst noch nicht wieder runter
    von den vielen Emotionen. Der Alltag ist einfach zu hart dagegen. Keiner versteht mich
    und keiner erwähnt Brian May...... :guitar

  • Nun... Er hat ja zu einem sehr grossen Prozentsatz dazu beigetragen was Queen ausmacht :guitar Songs, Sound und Style. Alle sagen, dass keiner so singen kann wie Freddie. Das stimmt. Aber es kann auch keiner so Gitarre spielen wie Brian :cool

    There are only two kinds of music:
    Rock AND Roll

  • Brian May war bei Queen genauso wichtig wie Freddie Mercury. Was wäre Freddie´s Stimme gewesen, wenn sie nicht von dem unverkennbaren Gitarrenspiel unterlegt gewesen wäre. Und umgekehrt wikt das Gitarrenspiel von May ganz besonders in Verbindung mit Freddie´s Gesang. Man kann es zur Not trennen, wie auf Freddies Solo-Werken oder jetzt bei aktuellen Queen-Shows. Aber auf die Art ist das Glas halt immer nur halbvoll, bestenfalls.


    Zu Deacon und Taylor kann ich nicht viel sagen, immerhin haben sie einige Hits zumindestens mitgeschrieben. Ob sie musikalisch so unersetzbar waren, wie Freddie oder Brian, mag ich nicht beurteilen. Allgemein ist es ja so, dass dem Drummer und dem Bassisten einer Band eher eine Rolle in der zweiten Reihe zugeschrieben wird. Drummer und Bassisten werden vielleicht ganz allgemein unterschätzt, weil natürlich alle zuerst auf den Sänger/den Gitarristen hören. Das Fehlen von Deacon ist allerdings schon zu verkraften, wie ja auch das Fehlen von Bill Wyman bei den Stones. Dem normalen Hörer fällt das nicht groß auf, wenn man sich aber richtig auskennt oder selber Bass/Schlagzeug spielt, sieht die Sache vielleicht schon anders aus. Bei Gitarristen ist für den Durchschnitts-Hörer die Einzigartigkeit des Stils halt viel leichter zu erkennen. Und Brain May´s Stil ist sogar besonders unverkennbar. Man weiß nach drei Tönen, das ist Brian May. Gibt nicht so viele, von denen man das sagen kann.

    Everybody MUST get *STONED*

  • Bei Queen haben immer alle betont, dass die Band aus vier gleichwertigen Mitgliedern besteht. Trotzdem ich alle vier
    mochte und wichtig fand, waren für mich gleich beim ersten Hören und sofortigen Verlieben Freddies Stimme und gleich
    danach Brians Gitarre das, was die Band für mich so besonders macht. Egal, WAS Freddie singt und egal, WAS Brian spielt,
    sie machen es zu etwas Besonderem. Ich liebe z. B. die britische Nationalhymne, wenn sie Brian spielt. Als sie mit Paul
    Rodgers zusammen auf Tour waren, ist Allright now für mich durch Brians Spiel besonders geworden..... man kann die
    Welt voll von Queen sehen. Wenn ich im Theater einen roten Vorhang sehe, stelle ich mir vor, er geht auf und Freddie
    singt Barcelona. Im Stadion von Barcelona hatte ich die Stones, um mich von den vielen Gedanken an Freddie abzulenken...... ;)


    Das mit den Solo-Werken ist so eine Sache.... an anderen Bands gemessen, finde ich sie schon ziemlich gut, aber ihren Queen-
    Ansprüchen werden sie da nicht ganz gerecht, auch wenn ich die Sachen mag. Man merkt da besonders, wer bei Queen welche
    Einflüsse gebracht hat. Lustig finde ich, wenn Songs erst Solo kommen, man findet sie gut (z. B. Heaven for everyone The Cross).
    Obwohl Roger Taylor wirklich auch eine geile Stimme hat... aber vergleicht man es mit der von Freddie gesungenen Version...
    da geht mir dann das Herz auf.

  • Freddie Mercury wäre heute 70 Jahre alt geworden. Ich denke, er wäre auch einer von denen
    gewesen, die es nicht hätten lassen können. Hier regnet es gerade - weint der Himmel oder sind das
    Tropfen vom Alkohol seiner Party im Himmel? Cheers Freddie! :drink

  • Einst hat Reiner (NEANDI) dieses Thema für mich eröffnet und ich liebe es, es mal wieder vorzukramen, weil:


    QUEEN tourt im Sommer mit Adam Lambert ausgiebig durch die USA und im NOVEMBER/DEZEMBER sind sie endlich wieder in
    Europa unterwegs. Deutschland kriegt nach derzeitigem Tourplan nur München ab. Auf gutes Anraten lieber
    Treff-Member habe ich mich entschieden, ein Ticket für Prag zu kaufen. Und mit Unterstützung von Chefin
    Mrs. M hat die Aktion dann auch geklappt. Mal sehen, vielleicht geht München trotzdem.


    Ganz lieben Dank jedenfalls an Stoneage und Mrs. M für den unermüdlichen Support!


    Geht denn zufällig noch jemand auf eines der Konzerte? (http://www.queenonline.com)