Posts by JJHMick

    Mittlerweile lese ich als erstes die Buchbesprechungen und habe da schon einige Kaufempfehlungen gewonnen.
    Z.B. Paul Trynka: Sympathy for the Devil. Die Geburt der Rolling Stones und der Tod von Brian Jones. Ich habe jetzt nicht geschaut, ob das Buch hier schon besprochen wurde, aber allemal interessant ist die Gegenüberstellung der verschiedenen Todestheorien.
    Mehr noch: Ich habe einige der musikbehafteten Romane (!), die in Good Times genannt wurden, gekauft.
    Paul Colize: Back Up
    William Shaw: Abbey Rad Murder Song und Kings of London (bin nicht mal sicher, ob das der richtige Titel ist, da es schon im Koffer für die Reise ist...).
    Alle Bücher auf Deutsch!

    Das neue Good Times ist raus und hat natürlich wieder ein paar Stones-Verwandtschaften: Nachrufe Ian McLagan und Bobby Keys, Rod Stewart zum 70. Santa Barbera Machne Head (kennt sicher nicht jeder!) und Chris Jagger live und Plattenkritik.

    Bin ja eig nicht so der Fußball Fan, was Motorsport betrifft absoluter Spanien Fan (Marquez/ Lorenzo in der Motogp einfach wahnsinn! Nebenbei klare Empfehlung für alle die nur ein bisschen Benzin im Blut haben), aber das Spiel heute war der Hammer.

    Heute hatten wir Motor(rad)sportler unser Hammer-Rennen! (Le Mans war auch nicht schlecht...)

    Langsam wird es Zeit sich auf die WM zu konzentrieren, oder? Zumal es doch heißt, Mick habe die Tour so geplant, dass er zu den Viertelfinalspielen seines Englands zurück ist.
    Im nächsten Post kommt mein Witz - vielleicht habe ich ihn seinerzeit schon zum Südafrika-Thread gebracht...
    Doch hier ein Witz, den ich mir erlaubt habe aus "Norwegen" rüber zu kopieren.
    Wir regen uns immer über das "Wembley-Tor" auf - offenbar sehen die Engländer das mittlerweile auch nicht mehr so dramatisch und Deutschland hat nicht etwa wegen des zwischenzeitlichen 2:3 die WM verloren, sondern mit 2:1 in der regulären Spielzeit gewonnen! (Der BVB lässt grüßen)

    About jokes: this footy anecdote was performed at Million Pound Radio Show by Andy Hamilton and Nick Revell in 1990 (World Cup Special).
    Andy Hamilton interviewing Geoff Hurst and Emlyn Hughes (can't remember the actors who played those parts) and about the fact that England really didn't win the cup. MPRS also mocked Emlyn Hughes's way of talking.

    It went something like this:
    ANDY: You experienced the World Cup glory on that memorable day in 1966 when you became the only player ever to hit a hat trick in a world cup final.
    GEOFF: That's right, great day.
    ANDY: Yeah but the more you look at reruns, Geoff, you can see that your second goal didn't exactly cross the line
    GEOFF: Well... Maybe so...
    ANDY: Strictly speaking you didn't score a hat trick.
    GEOFF: Well, that's not important. Even without that goal we won 3-2 and I got two.
    ANDY: Absolutely point taken, Geoff, and that last goal, huh, you really smashed that on. Great shot.
    GEOFF: Thanks.
    ANDY: Even there were spectators on the pitch.
    GEOFF: Sorry?
    ANDY: Well, you remember? Some people are on the pitch cause they think it's all over. Techinally the ref should've stopped the game well before you hit that shot. So that's two goals each it should've been given.
    GEOFF: Well, that still leaves us a pretty good header...
    ANDY: That pretty good suspiciously offside looking header.
    GEOFF: Oh come on, the linesman would've flagged.
    ANDY: Would he? Think about that Russian linesman and his eyesight because he was the one who gave you the other goal that wasn't over the line. I'm sorry, Geoff, but objectively anyway you look at it none of those goals should've stood so strictly speaking you didn't score any goals in the '66 final and England lost 2-1.
    GEOFF: No goals at all?
    ANDY: Nope. A bit of a stinker really. How does it feel to let your country down like that, Geoff?
    EMLYN: I must protest. In 1966 Geoff Hurst played brilliant
    ANDY: ...ly!
    EMLYN: And in 1970 Geoff Hurst played brilliant
    ANDY: ...ly!!
    EMLYN: No, Lee was disappointing in 1970. I think a lot of the players admitted they could've done a bit mucher
    ANDY: More!
    EMLYN: Oh no, Moore did play brilliant. But generally they should've played weller.
    ANDY: You mean better?
    EMLYN: No, Weller, Keith Weller. He's the right sided midfielder....
    ANDY: Oh for christ sake, shut up...

    Seit ein paar Tagen habe ich jetzt auch die CD mit den ersten beiden Schleicher-spielt-Stones-LPs. Läuft ständig rauf und runter!
    „Hart auf hart“ muss ich als Vinyl relativ zeitnah damals gekauft haben, erinnere mich aber nicht mehr wo. Ich habe dann im Verlauf der Jahre immer wieder Anläufe gemacht eine Besprechung dieser Besonderheit in „meinen“ Zeitungen unter zu bringen – unten stehend ist von 2005. Ob es gelungen ist, weiß ich nicht mal. Man bekommt keine Belege mehr und die Honorarabrechnungen sind zu verklausuliert.
    Na, dann „dreh ich es Euch an“ – für umsonst!
    Anmerkungen: Mir gefällt die zweite, die "Durch die Wand" eigentlich besser - sie ist dynamischer im Klang und hat auch interessantere Songs. Im Booklet stehen sehr viele Infos, die ich bislang noch nicht kannte und die Schleicher als etablierten Musiker zeigen (Wolfgang Ambros). Auch die Texte sind abgedruckt, was mir als "Hochdeutschen" manchmal auch nicht weiter hilft...
    (P.S.: Ich habe eine Kollegin aus Kroatien, die Ivana heißt. Die werde ich jetzt natürlich nur noch Ivanka nennen, ihr aber nicht verraten, dass der Text ziemlich "unanständig" ist...)

    Mit Coverversionen von Songs ist das so eine Sache. Vom Prinzip her ist eine Neuinterpretation erst gelungen, wenn nur noch der Text und die Harmonien vom Original zu erkennen sind. Da ja nun Coverversionen von Rolling Stones-Liedern niemals (ähem…) an das Original heranreichen, sollten sie wenigstens originell sein. Also: Die besten müssten demnach „Angie“ als Polka (hat Weird Al Yankowitz gemacht!) und „Satisfaction“ als Streichquartett sein. Oder wie wär’s mit „Country Honk“ als langsamen Blues...
    Übrigens, umgekehrt geht’s nämlich auch: Bei „Imagination“ scherten sich die Stones kein bisschen um die von den Temptations vorgegebenen Harmonien und machten aus den Moll- Dur-Akkorde, beließen aber die Dur-Akkorde original.
    „DoRo“, die Österreicher Rudolf Dolezal & Hannes Rossacher, sind als Regisseure der Videos von Queen berühmt geworden, aber auch in Stones-Kreisen ein Begriff. Als Journalisten machten sie zuletzt die Banddoku „Let It Bleed“ zum 40-jährigen Jubiläum. 1981 überraschten DoRo Bill Wyman mit einem Mitbringsel, das der wackere Bill offenbar nicht im Computer hatte: „Hart auf Hart - Peter Schleicher singt Rolling Stones“ aus dem Jahr 1979. Eine Platte voller wirklich origineller Coverversionen: Schleicher war nämlich der Erste, der Texte übersetzen durfte und noch dazu in Wiener Dialekt! Unter dem Titel „What means Beislhur?“ berichten die Beiden in David Dalton’s Buch „Die ersten 20 Jahre“ von dieser Episode.
    1979 erschien bei WEA Österreich Schleichers Platte mit elf Stones-Songs der Jahre 1965 bis 1969, geschmacklich eine vortreffliche Quintessenz aus den beiden „Hot Rocks“-Samplern. Rolling Stones Records-Lieder waren nicht zur Übersetzung freigegeben - obwohl diese ja zuerst im Warner Konzern (Atlantic) herausgekommen waren, zu dem WEA gehört! Bills Frage kann am besten Peter Alexander beantworten. Der hatte in den 70er Jahren einen großen Hit, den er auch „auf Österreichisch“ sang: „In dem kleinen Beisl in unserer Straße“...
    Ich recherchierte um 1990 über die Platte für eine Tageszeitung, bei der ich damals die Jugendseite betreute. So kurios diese Platte ist, so kurios ist das, was ich seinerzeit herausfand. Das Ergebnis war meinem Chef allerdings dann doch zu speziell:
    Bei Warner Austria schaut die Dame in den Computer: „Nein, einen Schleicher, Peter, haben wir nicht.“ Aber Disponent Kurt Dolezal („Keine Verwandtschaft... Aber wenn wir miteinander telefonieren, reißen wir immer ein paar Witzchen.“) erinnert sich: „Das war seine Debüt-LP. Er hat 1980 noch eine zweite mit Eigenkompositionen bei uns gemacht. Die hieß „Fifty-Fifty“, hatte auch glänzende Kritiken, war aber nicht so populär.“ „Populär“ war dagegen „Hart auf Hart“. „Wir sind ganz knapp an Gold rangekommen, also gute 25.000 Stück. Die ist auch nach Deutschland exportiert worden.“
    Danach unterschrieb Schleicher bei Polydor. Beim Nachfolger Polygram herrscht Ratlosigkeit. Auch da soll es eine Platte mit Stones-Songs gegeben haben, aber an den Titel konnte sich der Vertriebschef nicht erinnern. Außer: „Das war dann keine Umsatzkanone mehr“, trotz eines Covers des berühmt-berüchtigten Malers Manfred Deix. Konkurrent/Kollege Dolezal weiß hingegen Bescheid. „Sie hieß „Durch die Wand“ und zeigt einen typischen Deix: Einen wirklich hässlichen Mann mit einer Beule am Kopf.“ Echt, igitt, soll das ausgesehen haben.
    Dolezal weiter: „“Durch die Wand“ war irrsinnig schlecht! Das sage ich nicht, weil die Platte bei der Konkurrenz rauskam. Die Kritiken allgemein und der Verkauf waren wirklich entsprechend.“ Auch diese Platte enthielt hauptsächlich 60er Jahre-Songs (Von „Tell Me“ bis „You Can't Always Get...“), aber diesmal auch neuere Titel wie „Hey Negrita“ (Hey Jovanka) und „She’s So Cold“ (I steh so auf sie).
    1983 war das und das war’s dann. Abgesehen von einer Solo-LP des Lead-Gitarristen Harry Stojka („Express“) war Schleicher sprichwörtlich verschwunden. Und vor den Plattendeals? „Schleicher hat, als er zu uns kam, von selbstproduzierten Jingles fürs Radio gelebt. Wenn er noch im Business wäre, wüsste ich das“, sagte mir damals Dolezal. Der einzige Peter Schleicher, den mir die Telefonauskunft für Wien nannte, reagierte seltsam gereizt auf meine Frage, ob er der besagte Peter Schleicher sei. - Heute wissen wir (dank Nico Zentgraf), dass noch zwei weitere Stones-Platten folgten, 1994 („Steinzeit“) und 1998. 1994 war gar Mick Taylor vermutlich bei einem Remake der „Beisl Hur“ dabei und spielte 1995 auch einen Gig in Wien mit.
    In ganz besonderer Erinnerung hat man Schleichers Debüt „Hart auf Hart“ dagegen beim Tyrolis Sound Studio in „Zirl an Inn und Ziller“. Von „Orgien“ weiß die Dame am Empfang. Ihr Chef Rasinger und der Toningenieur Zipelius lassen ausrichten: Den ganzen August 1979 waren die da. „Heilfroh“ war man, als „die wieder abzogen“. Angesichts des Alkohols und der „Zigaretten“ (warum betonte sie das Wort so seltsam…), die konsumiert worden seien, sei es „ein Wunder, dass überhaupt eine Platte zustande gekommen“ sei. „Aber vielleicht habe ich Ihnen da schon zuviel gesagt“, beendete die Dame das Gespräch.
    Und was für eine Platte, die wie auch immer zustande gekommen ist! Zwar orientiert sich Schleicher oft bis ins Details an den Originalen („Oans, zwoa“-Vorzählen zu „Jumpin’ Jack Flash“ oder das Schluss-„Hey“ bei „Mother’s Little Helper“), aber bei „The Last Time“ oder „Sympathy for the Devil“ lässt er seine Gitarristen von der Leine. Ganz abgesehen davon, dass Schleicher eine promille- und nikotingestählte Stimme zu haben schien, die es ihm ermöglichte, Sanftes und Hartes gleich gut zu bringen.
    Erstaunlich wie brillant er komplexe Songs wie „Sympathy“ oder „We Love You“ meistert. Bei „Lady Jane“ greift er überraschenderweise nicht zur Zither (die ja mit Brians Dulcimer „verwandt“ ist!), sondern schafft mit klassischen Piano-Figuren eine ganz eigene Atmosphäre. Die für mich gelungenste Interpretation.
    Schleicher schrieb zu seiner Platte: „Hart auf Hart ... ist eine kompromisslose Reflexion der Stones und ihrer Zeit. Für mich hat sich seit den goldenen 60er-Jahren gar nicht so viel geändert. Gute Musik wird zum Glück immer gut bleiben, und die Menschen bleiben leider auch immer dieselben.“
    Aber manche, Peter Schleicher, verwechseln ihr Leben mit einem Songtext: „Du glaubst, Du bist so leiwand locker / Hast des Lebn im Griff / Viel Lärm, viel Fraun und viel Erfolg / Und nix geht bei Dir schief.“

    Statistisches

    Seite 1:
    Die Beislhur (Honky Tonk Women), 3.52 min
    Der erste Herzinfarkt (19th Nervous Breakdown), 4.32 min
    Der Teufel in Euch (Sympathy for the Devil), 4.54 min
    Sie kann nimmermehr (Mother’s Little Helper), 2.29 min
    Des kennt unser End sein (The Last Time), 3.28 min
    Seite 2:
    Der letzte Fetzentandler von Wien (Jumpin’ Jack Flash), 3.03 min
    Lady Jane, 3.48 min
    Roll mi net (Play with Fire), 2.25 min
    Da Köch (Street Fighting Man), 2.45 min
    Des geht net eine bei mir (Get off of My Cloud), 3.38 min
    Hart auf hart (We Love You), 3.46 min
    1. Single: Die Beislhur
    2. Single: Der letzte Fetzentandler von Wien
    Übersetzungen: Beislhur = Kneipenhure; Fetzentandler = Trödelhändler; Roll mi net = Ärger mich nicht; Da Köch = Der Streit; Des geht net eine bei mir = Das will mir nicht in den Kopf.
    Welche Songs - eventuell solche, die nicht auf der LP sind - die B-Seiten der Singles waren, ist nicht bekannt. An ein Re-Issue auf CD ist bei keiner Plattenfirma gedacht. Chart-Positionen wusste niemand mehr, aber aufgrund der Verkaufzahlen müssten LP und Singles sehr gut platziert gewesen sein.

    Das Tracklisting der zweiten Platte („Durch die Wand“): Let’s Spend the Night Together / She’s so Cold / You Can’t Always Get What You Want / Gimme Shelter / Hey Negrita / Salt of the Earth / Hot Stuff / Have You Seen Your Mother, Baby, Standing in the Shadow? / I’m Free / Tell Me (You're Coming Back).
    Also auch eine verflixt interessante Zusammenstellung mit zum Teil doch sehr ungewöhnlichen Liedern, die jedoch schrecklich klingen soll (siehe Artikel). 1994 („Steinzeit“) und 1998 (?) folgten offenbar weitere Platten. Manche Songs sind bis zu dreimal (!) mit textlichen Änderungen eingespielt worden. Nico Zentgraf hat die gecoverten Songs gelistet. Weitere Songs waren „Cocksucker Blues, It’s Only Rock’n’Roll und Start Me up“.